Auch 2009 haben sich Signale für den Klimawandel in Nord- und Ostsee fortgesetzt. Das geht aus Daten des Bundesamts für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH) hervor, die am Dienstag in Hamburg im Rahmen der Jahresbilanz 2009 vorgestellt wurden. Im Sammeln von Umweltdaten als Beitrag zum Klima- und Umweltschutz betrachte die Behörde deshalb auch 2010 als ihre “zentrale Aufgabenstellung”.

Nach Erhebungen der Behörde für das vergangene Jahr hält die aktuelle Warmphase in der Nord- und Ostsee bereits seit 22 Jahren, und damit doppelt so lange wie früher. 2009 wurden zwar keine Rekordwerte gemessen, die Temperaturen lagen jedoch durchschnittlich etwa ein Grad über dem langjährigen Mittel. Das habe bereits jetzt Folgen für viele Pflanzen- und Tierarten der Nord- und Ostsee, so die BSH.

Nach dem Wintersturm „Daisy“ beruhigt sich die Lage langsam: Auf der Ostsee-Insel Fehmarn sind noch einige Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Am Nachmittag sollen alle 42 Dörfer wieder erreichbar sein. In Vorpommern behindern Schneeverwehungen den Verkehr. So blockieren auf der B 109 zwischen Greifswald und Anklam sechs Autos und zwei LKW den Verkehr. Auch die A 20 zwischen Anklam und Stralsund ist voll gesperrt. Passagiere am Frankfurter Flughafen und Bahnkunden müssen mit Ausfällen und Verspätungen rechnen.